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Eine deutliche Verbesserung bei der Energiebilanz ist das herausragende Ergebnis eines Workshops, den die bmf zusammen mit dem Volkswagen Motorenwerk Chemnitz und dem Pumpenhersteller KSB durchgeführt hat. Im Rahmen dieser Gemeinschaftsarbeit konnten die beteiligten Mitarbeiter ein Einsparpotenzial von 30% beim Energieeinsatz ausmachen.
Das Volkswagen Motorenwerk Chemnitz führt im Rahmen seiner Total Energy Management (TEM)-Strategie ein umfassendes Workshop-Programm durch. Hier wird auf allen Ebenen des Werkes, angefangen vom Produkt über die Maschinen und Fertigungslinie bis hin zum gesamten Werk, der Energiebedarf analysiert und optimiert. Bei dieser ganzheitlichen Betrachtung steht auch die Kühlschmierstoff-Versorgung mit ihrem durchaus erheblichen Energiebedarf der Filteranlagen im Fokus der Untersuchungen. So wurde beispielsweise herausgearbeitet, dass etwa 20% des Gesamtenergiebedarfs zur Bereitstellung von filtriertem (15%) und temperiertem (5%) Kühlmedium benötigt wird.
Im Rahmen eines solchen Energie-Workshops analysierten die Partner die Kühlschmierstoff-Kreisläufe, wobei vor allem der Energiebedarf auf den Prüfstand kam. Dabei wurden sowohl die Filtertechnik als auch die Temperaturen der Kühlschmierstoffe untersucht. Das Team erarbeitete Optimierungspotenziale an den vorhandenen Anlagen und entwickelte neue Vorgaben für zukünftige Ausschreibungen.
Der Einsatz von frequenzgeregelten Systempumpen und die Reduzierung der Kühlenergie durch die Erhöhung der Kühlschmierstoff-Temperaturen (von 20°C auf 27°C bei Emulsion und von 20°C auf 30°C bei Öl) sind hier zwei wichtige Ansätze, mit denen sich eine nachhaltige Reduzierung der Energiekosten erzielen lässt. Aber auch andere Themen wie die Optimierung der Unterdruckkammer, die Menge des Reintanküberlaufes (nicht mehr als 10% des eingebrachten Volumenstroms) oder die Regelung der Kühlpumpen, wurden im Detail betrachtet. Die richtige Auslegung der Pumpen und Motoren sowie eine ganzheitliche, am Wirkungsgrad orientierte Systembetrachtung wurden in die Überlegungen einbezogen. Der Gesamtwirkungsgrad der Motor-Pumpe-Kombination sollte am Arbeitspunkt mindestens 75% betragen.
Der Betreiber der Anlage ist durch eine ständige Überwachung und Optimierung der Anlagenparameter ebenfalls ein sehr wichtiger Faktor zur Reduzierung des Energiebedarfs. Die im Workshop ermittelten Erkenntnisse wurden bereits an einer bmf-Anlage exemplarisch umgesetzt.
Der Aspekt der Energieeffizienz wird zukünftig ein noch wichtigerer Bestandteil bei der Beschaffung von Maschinen werden. Dadurch wird die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen und des Standortes Deutschland gestärkt. Gleichzeitig können die hohen Klimaschutzziele erreicht und die Umwelt nachhaltig geschützt werden. Das Volkswagen Motorenwerk Chemnitz und die bmf nehmen hier mit ihren Konzepten eine Vorreiterrolle ein.